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Geschichte EmskeimsDie ältere Geschichte ist eng mit dem Dorfnamen verbunden: Urkundlich erwähnt ist der Ort erstmals 1135 als Besitz des Geschlechts der Emser, die in Hohenems zuhause waren. Raffolk von Emichesheim war der erste, der aus dieser Familie bekannt ist.Aus dem 15. Jahrhundert sind die Ritter Reinhard von Embs, Michael von Emskeim und Markus Emsheimer bekannt. 1523 wird der Ort mitsamt dem Schloß auf dem "Schloßbuck" vom Schwäbischen Bund völlig zerstört, da er zu den Schlupfwinkeln des Raubritters Sukanius von Otting gehört. 1637/38, gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges, ist Emskeim völlig verödet; es wird berichtet, daß die gesamte Herrschaft Tagmersheim, zu der auch Emskeim gehörte, nur noch eine Gesamtbevölkerungszahl von 30 Einwohnern aufwies. Bis 1798 war die damalige Hofmark Emskeim im Besitz des Freiherrn Joseph von Hohenhausen, der sie an den Grafen von Pestalozza verkaufte. Diese Familie hatte die Herrschaft bis 1822 inne, ehe sie über den Freiherrn von Wohnlich auf den Grafen Ludwig von Arko-Stepperg überging. Aus der bürgerlichen Geschichte Emskeims ist bekannt, daß im Jahre 1816 auf Kosten der Gemeinde ein Schulhaus angekauft wurde. Bis dahin befand sich die Schule in einer Privatwohnung. Im Jahre 1923 wurde Emskeim elektrifiziert, in den 60er Jahren dieses Jahrhunderts eine Flurbereinigung durchgeführt. In den gleichen Jahren erfolgte der Bau von Wasserleitungen und einer Kanalisation mit Kläranlage. Die vorübergehende Selbständigkeit der Gemeinde Emskeim endete im Jahr 1978, als das Dorf vom Markt Rennertshofen annektiert wurde. Zugleich wurde es dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen eingegliedert (früher: Donauwörth). Heute hat Emskeim ca. 130 Einwohner, von denen nur noch wenige ausschließlich von Landwirtschaft leben. Die meisten Emskeimer arbeiten in den Industrie- und Handwerksbetrieben der umliegenden Gemeinden. |
| Bernd Leinfelder | 10.3.1997 |