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E-Mails sind eine tolle Sache - nur es gibt einen Nachteil: Da die
gesamte Zustellung über Computer läuft, sind sie im
Gegensatz zu konventioneller Briefpost sehr leicht abzuhören.
(Jemand meinte mal, man solle nur Dinge in Mails schreiben, die man
auch an den nächsten Laternenpfahl hängen würde.) Aus diesem Grund gibt es PGP (Pretty good privacy), ein Programm, mit dem man Dateien jeder Art, insbesondere aber E-Mails, verschlüsseln kann. Der bei PGP verwendete Algorithmus beruht darauf, daß es sehr schwer ist, sehr große Zahlen (und die Zahlen, um die es hier geht, sind wirklich SEHR groß) zu faktorisieren. Daher ist ein Knacken einer so verschlüsselten Mail praktisch unmöglich. Im Gegensatz zu konventionellen (symmetrischen) Verfahren, bei denen Sender und Empfänger den gleichen Schlüssel (z. B. ein Passwort) haben müssen, wird bei PGP ein Schlüsselpaar verwendet, wobei jeder, der PGP benutzt, sein eigenes, einzigartiges Paar besitzt: Zum einen gibt es den öffentlichen Schlüssel, der frei verfügbar ist und den man zum Codieren von Nachrichten verwendet. Zum anderen gibt es den geheimen Schlüssel, den nur der Empfänger hat und der benötigt wird, um eine mit dem öffentlichen Schlüssel codierte Nachricht wieder lesbar zu machen. (Asymmetrisches Verfahren.) Wer's mal ausprobieren will:Meinen öffentlichen Schlüssel gibt es hier.Das Programm selbst nebst weiteren Infos ist für verschiedene Plattformen auf der Internationalen PGP-Homepage erhältlich. |
| Bernd Leinfelder | 3.5.1997 |